Universität Hamburg

Hamburg gehört zu den größten und vielfältigsten Wissenschaftsregionen in Deutschland. An 22 Hochschulen wird gelehrt, geforscht, gearbeitet und studiert. Deutschlands erste private Hochschule für Rechtswissenschaften, die Bucerius Law School sowie die HafenCity Universität, deren Lehre und Forschung ausschließlich auf das Gebiet der gebauten Umwelt ausgerichtet ist, sind zwei deutschlandweit einzigartige Besonderheiten der Hamburger Hochschullandschaft.

Die größte Hochschule der Elbmetropole ist die Universität Hamburg. Mit ihren knapp 40.000 Studierenden gehört sie zu einer der größten im gesamten Bundesgebiet. Die Universität Hamburg gliedert sich in acht Fakultäten: Rechtswissenschaft, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Medizin, Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft, Geisteswissenschaften, Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften.

Geschichte der Universität Hamburg

Die Universität Hamburg ist vergleichsweise jung: Ihre Gründung am 01. April 1919 war einer der ersten Beschlüsse der demokratisch gewählten Bürgerschaft. Die Wurzeln der Universität Hamburg reichen jedoch bis ins 17. Jahrhundert zurück, als mit der Gründung des Akademischen Gymnasiums 1613 eine Zwischenstufe zwischen Schule und Universität geschaffen wurde. 1883 wurde es geschlossen. Übrig blieb ein Allgemeines Vorlesungswesen, für welches der Hamburger Kaufmann Edmund Siemers das Vorlesungsgebäude stiftete. Das 1911 eingeweihte Gebäude steht in der heute nach ihm benannten Allee und dient als Hauptgebäude der Universität Hamburg.

Schnell erwarb sich die junge Universität Hamburg in der Weimarer Republik ein hohes Ansehen, welches in der NS-Zeit durch die erzwungenen Entlassungen von circa 50 Wissenschaftlern, unter ihnen die international renommierte Gelehrte wie der Psychologe William Stern, der Philosoph Ernst Cassirer und den Physiker Otto Stern, schwer litt.

Universität in der ganzen Stadt

Hauptgebaeude-Universitaet-Hamburg

Foto: © Merlin Senger

Der Hauptcampus der Universität Hamburg befindet sich im Stadtviertel Grindel im Bezirk Eimsbüttel dem früheren Zentrum des jüdischen Lebens der Hansestadt. Der Campus wurde bis Mitte 1960 im Von-Melle-Park ausgebaut, und erhielt 1974-1975 das sogenannte Geomatikum. Das Hochhaus für die Fachbereiche Geographie und Mathematik überragt mit seinen 22 Stockwerken alle Häuser des Stadtteils. Weitere Einrichtungen der Universität Hamburg finden sich über die gesamte Stadt verteilt: das Universitätsklinikum in Eppendorf, der neue Botanische Garten und das Institut für Allgemeine Botanik in Flottbek, das Institut für Schiffbau in Barmbek, das Institut für Hydrobiologie und Fischereiwissenschaft in Altona in der Nähe von Hafen und Elbe, die Sternwarte in Bergedorf und das Informatikum in Stellingen in der Nähe vom Tierpark Hagenbeck.

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